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	<title>Meikes Geschichten Blog</title>
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	<pubDate>Sat, 10 Apr 2010 12:46:29 +0000</pubDate>
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		<title>Scheidung, Geburt und Hochzeit</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Nov 2008 13:13:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Erlebnisse]]></category>

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		<description><![CDATA[Den 19.März 2003, fast drei Monate vor meinem 20. Hochzeitstag, werde ich so schnell nicht vergessen.
„Im Namen des Volkes wird die am 02.Juni 1983 geschlossene Ehe der Parteien rechtskräftig geschieden“, verkündigte der Richter und schloss die Verhandlung.
Dieser Satz schwirrte noch lange in meinem Kopf herum, ‚was hatte das Volk damit zu tun?’, dachte ich immer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Den 19.März 2003, fast drei Monate vor meinem 20. Hochzeitstag, werde ich so schnell nicht vergessen.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Im Namen des Volkes wird die am 02.Juni 1983 geschlossene Ehe der Parteien rechtskräftig geschieden“, verkündigte der Richter und schloss die Verhandlung.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Dieser Satz schwirrte noch lange in meinem Kopf herum, ‚was hatte das Volk damit zu tun?’, dachte ich immer wieder. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Statt mich zu freuen, verließ ich den Gerichtssaal und fiel meiner zukünftigen Schwägerin Nicole weinend in die Arme. Ich weiß bis heute nicht, warum ich am Heulen war, eigentlich hatte ich allen Grund glücklich zu sein. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Vielleicht war es der Ausspruch meines Exmannes: </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">“Endlich bin ich sie los!“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Jedenfalls war ich jetzt frei, frei für Jörg und wir könnten endlich heiraten. Den Heiratsantrag hatte er mir schon vor zwei Jahren gemacht. Wenn es da nicht ein kleines Problem gegeben hätte. Ich war im sechsten Monat schwanger, und mit einem dicken Bauch wollte ich nun nicht zum Standesamt marschieren. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Erstmal die Entbindung abwarten, die Hochzeit schon mal planen, dachte ich mir, aber Jörg zeigte, trotz meiner kleinen Seitenhiebe, keine Anstalten das Wort Hochzeit auch nur in den Mund zu nehmen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Enttäuschung kroch in mir hoch, wollte er nicht mehr heiraten? Und so ließ ich das Thema erstmal ruhen. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Bis zum Muttertag.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Ich lag noch im Bett, denn ich hatte die ganze Nacht nicht richtig geschlafen. Mein wie ein Fußball geformter Bauch störte mich – ein Monat vor dem Entbindungstermin<span>  </span>bei allem, was ich tat, egal wie ich mich drehte und wendete. Jörg war schon aufgestanden, ich hatte aber noch keine Lust aus dem Bett zu kriechen. Plötzlich öffnete sich unsere Schlafzimmertür und er stand mit einem Tablett, beladen mit gekochten Eiern, herrlich duftendem Kaffee und aufgebackenen Brötchen vor meinem Bett. </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Guten Morgen Schatz, wie wäre es mit einem Frühstück im Bett?“, fragte er herausfordernd. Ich musste erstmal eine richtige Sitzposition einnehmen, um das Tablett in Empfang nehmen zu können, denn wie gesagt, mein Bauch störte enorm.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Genüsslich ließ ich mir alles schmecken, wunderte mich nur, warum Jörg nichts aß. Er saß neben mir im Bett und lächelte mich an. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Genau in dem Moment, als ich mit Wonne wieder in mein Brötchen beißen wollte, schob er mir ein Päckchen zu.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">“Zum Muttertag.“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Mit zittrigen Händen öffnete ich es und war sprachlos.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">In dem Päckchen befanden sich zwei goldene, schlicht verzierte Ringe, ich hatte schon nicht mehr daran geglaubt.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Du hast so lange darauf gewartet. Nun frage ich dich zum zweiten Mal, möchtest du meine Frau werden?“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Ich war sprachlos, streifte meinen Ring über, man muss ja wissen, ob er passt, und mehr als ein klägliches „Ja“ brachte ich nicht über meine Lippen. Mit Tränen in den Augen betrachtete ich immer wieder den Ring. Ich war happy! </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Noch im Bett wurde ein Datum für die Hochzeit ausgesucht.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Wir einigten uns auf den 19.August. Das war der noch einzige freie Tag im August, der nicht von Geburtstagen belegt war, bevor die Schule wieder anfangen würde. Meine Kinder aus erster Ehe, unsere Nichten und Neffen sollten ja auch dabei sein.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Von diesem Tage an hatten wir viel zu tun, es mussten noch einige Fragen geklärt werden. Wie und wo wollten wir feiern? Wann sollten wir das Aufgebot bestellen? Vor der Geburt unserer Tochter - ich wusste seit einer Fruchtwasseruntersuchung, dass es ein Mädchen werden würde – oder danach? Wir entschieden uns für danach.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Die Zeit verging wie im Flug, und plötzlich war er da, der Morgen der Geburt.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Schon in der Nacht merkte ich in unregelmäßigen Abständen ein Ziehen. Gedanken, dass es losgeht, kamen mir nicht, schließlich hatte ich noch zwei Tage, und meine drei Jungens waren auch alle etliche Tage nach dem errechneten Geburtstermin zur Welt gekommen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Gegen 05:00 Uhr, Jörg musste zur Arbeit, war das Ziehen immer noch unregelmäßig, aber eben immer noch vorhanden. </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Geh ruhig zur Arbeit, das kann noch dauern“, beruhigte ich ihn. Er stand mit Jacke und Rucksack in der Tür und wurde nun doch langsam sehr nervös. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Mit einem Mal spürte ich, wie eine warme, feuchte Flüssigkeit in meiner Unterhose landete. Der Schleimpfropf hatte sich gelöst, es ging tatsächlich los.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Hals über Kopf rief Jörg auf der Arbeit an, informierte meine Mutter, dass sie nach den Jungen schauen solle, und versuchte seine Schwester Nicole zu erreichen, die bei der Geburt dabei sein wollte. Sie ging nicht ans Telefon, und so fuhren wir ohne sie in die Klinik.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Im Kreissaal ging es dann richtig zur Sache, eine Wehe jagte die andere, sie kamen jetzt in regelmäßigen Abständen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Bei der Untersuchung stellte die Hebamme fest, dass der Muttermund schon drei Zentimeter offen war und das Kind richtig lag. Ich durfte rumlaufen, damit das Ungeborene noch besser in den Geburtskanal rutschen konnte. Das tat ich auch, während Jörg sich mit der Hebamme gemütlich an die Wand hinter mir kauerte und mit ihr eine Unterhaltung anfing, ja sogar einen kleinen Flirt.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Na warte dachte ich, du wirst nachher auch noch leiden müssen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">So lief ich durch das Zimmer, und bei jeder Wehe drückte ich meine Hände ganz stark gegen die Wand, wäre sie nicht fest gewesen, ich hätte sie verschoben. Nach einer Stunde mit heftigen Wehen konnte ich nicht mehr. Ich hatte das Gefühl, ich müsste auf Toilette und Stuhlgang machen. Daraufhin untersuchte mich die Hebamme nochmals und meinte: „Sie können pressen.“</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Was ich auch mit Freude tat. Ich presste und presste, dabei kratzte ich Jörg am Oberarm so stark, dass leichte Kratzspuren zu sehen waren. Nach sechs Mal pressen war sie da, unsere Tochter! Ich weiß nicht, wer glücklicher war. Jörg, dass er mit 38 Jahren zum ersten Mal Vater geworden war, oder ich, dass alles vorbei war.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Da ich eine ambulante Entbindung machte, verließen wir nach zwei Stunden die Klinik mit der kleinen, neuen Erdenbürgerin.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Zuhause wurden wir drei freudig erwartet, vor allem von Nicole, die Jörg in der Zwischenzeit erreicht hatte. Sie hatte das Klingeln vom Telefon gehört, doch sie hatte keine Lust gehabt ranzugehen. Es war ihr zu früh! Erst sehr viel später kam ihr der Gedanke, das könnte Meike oder Jörg gewesen sein, dass die Geburt losgeht. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Eine Woche später wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht. Wir bestellten das Aufgebot und gleichzeitig hat Jörg die Vaterschaft von Celine anerkannt. </span></p>
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		<title>Sein letzter Lauf</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 11:17:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[ Melanie Jäger ließ das Wasser in die Wanne laufen, noch drei Stunden und sie würde ihn wieder sehen, als plötzlich ein Anruf kam.
„Frau Hauptkommissarin, Richter hier“, seine näselnde Stimme verlieh allem einen ironischen Unterton. „Ich hoffe ich störe nicht, aber wir müssen uns um eine Leiche am Geesteufer kümmern, gleich hinter der Müllverbrennungs-anlage. Es ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span> <span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Melanie Jäger ließ das Wasser in die Wanne laufen, noch drei Stunden und sie würde ihn wieder sehen, als plötzlich ein Anruf kam.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Frau Hauptkommissarin, Richter hier“, seine näselnde Stimme verlieh allem einen ironischen Unterton. „Ich hoffe ich störe nicht, aber wir müssen uns um eine Leiche am Geesteufer kümmern, gleich hinter der Müllverbrennungs-anlage. Es ist ein Jogger! Sie sollten es sich ansehen, er ist am ganzen Körper mit einem Ausschlag und Quaddeln übersät, aber weit und breit sind keine Sträucher zu entdecken, die so etwas hervor rufen könnten.“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Ich komme“, knurrte sie in den Hörer und legte auf.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Da sind sie ja endlich“, wurde Melanie gleich von Richter begrüßt, „die Leiche liegt dort hinten. Wir haben auch einen Zeugen, seinen Kumpel Claus Otto.“</span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Alles der Reihe nach, erstmal will ich mir die Leiche und die Umgebung ansehen“, ließ sie Richter stehen und ging zum Fundort der Leiche. Auf dem Weg dahin schaute sie achtsam in die Gegend. Tatsächlich, keine Sträucher, noch nicht mal Brennnesseln waren zu entdecken. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Mit Wucht riss sie die Decke vom leblosen Körper und taumelte gleich ein paar Schritte nach hinten. Das war doch Robert! Robert Niemeyer! Was war passiert? </span></p>
<p></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Richter! Wo ist der Zeuge?“ versuchte sie ruhig zu fragen.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„In meinem Auto.“ </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Viel war aus ihm nicht raus zu bekommen, außer dass sein Kumpel plötzlich Sprachstörungen und völlig orientierungslos war, und diesen entsetzlichen Hautausschlag mit Quaddeln bekam. Er nahm noch einen letzten Schluck aus seiner Trinkflasche, kippte um und war tot. </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">“Veranlassen sie bitte, dass der Tote in die Gerichtsmedizin</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">gebracht wird. Und lassen sie den Inhalt der Trinkflasche untersuchen, ich möchte Ergebnisse haben, denn hier stimmt was nicht. Ich fahre zu seiner Witwe“, murmelte sie in die Richtung von Richter und fuhr los.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Nach dem Gespräch mit Elli Niemeyer fuhr Melanie sofort ins Kommissariat, um Ergebnisse zu erfahren. Ihr Gefühl sagte ihr, dass Elli etwas zu verbergen hatte. Ihre Reaktion war zu kalt, ohne Trauer. </span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Richter sind die Ergebnisse von dem Gerichtsmediziner schon da?“ fragte sie gleich beim Betreten des Büros.</span></p>
<p></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Ja, im Saft wurden Spuren von Glibenclamid, einem blutzuckersenkenden Medikament, und Bisoprolol, einem Beta Blocker, gefunden. Die beiden Medikamente in Kombination können &#8230;&#8230; Kurz und knapp, der Blutzucker von dem armen Kerl war total im Keller und seine Pumpe spielte zu dem dann noch ziemlich verrückt“, erwiderte er mit seiner näselnden Stimme, die Melanie so hasste.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Dann werde ich mir die Witwe nochmals vornehmen und versuchen etwas mehr in Erfahrung zu bringen. Sie hat etwas zu verbergen, und ich werde rausbekommen was!“ </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Sie war schon fast aus dem Büro, als Richter hinter ihr herrief: &#8220;Ach Chefin, der Zeuge hatte sich nochmal gemeldet. Kurz bevor die Beiden mit dem Joggen anfingen, trafen sie noch die Exfrau des Verstorbenen.“ </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Und?“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Nun ja, er könnte schwören, dass sie die Trinkflasche in der Hand hatte, bevor sie mit dem Laufen anfingen. Hier ist ihre Adresse.“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Dann werde ich mir die Dame auch mal vornehmen müssen, aber erstmal ist die Witwe nochmal dran.“</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Diesmal machte die zwölfjährige Tochter der Witwe die Tür auf, und führte sie in die Küche zu ihrer Mutter. Elli war gerade dabei etwas auf dem Küchenschrank schnell mit einem Tuch zu zudecken, etwas zu schnell für Melanies Empfinden. Ihr kam es so vor, als wären es Tablettenschachteln gewesen.</span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„War ihr Mann Diabetiker und Herzkrank, oder wüssten sie, wer ihm den Tot wünschen könnte?“, kam sie ohne Umschweife zum Thema, und ließ ihren Blick Richtung Küchenschrank schweifen.</span></p>
<p></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Nein, er war nicht krank. Aber seiner Ex Margrit, der würde ich es zutrauen, ihn um zubringen. Sie ist Krankenschwester und kommt an Medikamente ran“, kam ohne langes Zögern von ihr. „Ich fand schon häufiger in seinem Notizbuch einen Eintrag mit dem Vermerk: Treffen mit M.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Vielleicht wollte sie wieder etwas von Robert, er aber nicht von ihr. Ich traue es ihr zu Robert umzubringen, weil er nichts wieder mit ihr anfangen wollte“, plauderte sie darauf los. „Ich würde es tun!“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Medikamente? Davon hatte ich doch noch gar nichts gesagt. Umbringen würde sie ihn, schoss es Melanie in den Kopf. Hier stimmt etwas nicht. Wollte Elli als sie kam gerade die Tabletten verschwinden lassen? Melanie musste unter das Tuch schauen können, und deshalb bat sie sie das Notizbuch zuholen. </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Sie war von Anfang an eifersüchtig auf mich“, warf Elli erklärend in den Raum und verließ die Küche.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Kaum hatte sie die Tür hinter sich geschlossen, schaute Melanie eilig unter das Tuch und traute ihren Augen nicht. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Dort lagen sie, die Medikamente. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Melanie hatte die Tabletten offen auf den Küchentisch gelegt als Elli wieder in die Küche kam, um das Notizbuch zuzeigen. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Beim Anblick der Beweise zögerte sie kurz, verzog dabei aber keine Miene.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Das war die Idee von Claus. Claus meinte, bevor Robert wieder mit Margrit anbändelt, sollte er sterben und wir könnten seine Lebensversicherung kassieren. Es war abgemacht, dass er mit Robert zusammen joggt, und darauf achtet, dass er die Flasche auch wirklich leertrinkt.“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Die Flasche mit dem Tablettengebräu, den sie angerührt hatten“, unterbrach Melanie Elli barsch.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Und dafür war das Joggen natürlich gut geeignet, oder? Einige viele Tabletten in das Getränk, und schon ist es passiert. Und zum Schluss uns auf die Fährte von seiner Ex schicken?“ </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Wem gehörten die Tabletten?“ die Schärfe in Melanies Stimme war nicht zu überhören.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Meiner Mutter. Claus ist Krankenpfleger, er wusste wie das Zeug wirkt.“ In ihrer Stimme war keine Reue zu hören, eher Zynismus.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Frau Niemeyer, sie sind verhaftete, ich muss sie mit auf das Kommissariat nehmen.“ </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Ach, und bevor ich es vergesse, der Eintrag M sollte nicht Margrit, sondern Melanie heißen. Ich war die Person, mit der sich ihr Mann treffen wollte.“ Sie sagte es ohne Ironie, eher mit Trauer in der Stimme.</span></p>
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		<title>Der Sitzplatz</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 11:11:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[„17:30 Uhr, pünktlich wie immer, Herr Feddersen“, sagte der Pförtner in der Eingangshalle.
„Stimmt genau“, antwortete Feddersen und verließ mit einem freundlichen „Auf Wiedersehen“ die Halle, um an der Bushaltestelle auf seinen Bus zu warten.  Heiner Feddersen liebte sein Leben als Buchhalter, geordnet und streng eingeteilt. Jeden Morgen stand er pünktlich um 6:00 Uhr auf, verließ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„17:30 Uhr, pünktlich wie immer, Herr Feddersen“, sagte</span><span style="font-family: 'Courier New'"> der</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> Pförtner in der Eingangshalle.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Stimmt genau“, antwortete Feddersen und verließ mit einem freundlichen „Auf Wiedersehen“ die Halle, um an der Bushaltestelle auf seinen Bus zu warten.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Heiner Feddersen liebte sein Leben als Buchhalter, geordnet und streng eingeteilt. Jeden Morgen stand er pünktlich um 6:00 Uhr auf, verließ um 7:00 Uhr das Haus, um Punkt 8:00 Uhr mit der Arbeit zu beginnen. Pünktlich um 12:00 Uhr machte er für 30 Minuten Mittag, keine Minute länger, um dann bis 17:30 Uhr sauber und akkurat seine Akten weiter zu bearbeiten. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Auch heute hatte sich nichts daran geändert, und es gab keine Anzeichen, dass sich etwas ändern würde.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Er würde die üblichen drei Minuten auf seinen Bus warten und auf den gleichen Platz wie jeden Abend sitzen, seine Zeitung lesen, bis seine Haltestelle kommt, wo er aussteigen musste, um den gewohnten Weg bis zu seinem Haus, in der Lindenstraße 22, zu gehen. Alles würde so ablaufen wie jeden anderen Tag auch.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> <span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Exakt drei Minuten später kam auch schon der Bus der Linie 60, und Feddersen stieg gut gelaunt, mit der Zeitung unter dem Arm, ein.</span></p>
<p></span></p>
<p></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Schöner Abend heute“, sagte er beim Einsteigen zu Herrn Otremba, dem Busfahrer. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Sie kannten sich schon lange und wechselten immer ein paar belanglose Worte, bevor Feddersen sich links im Bus auf den ersten Platz in der zweiten Reihe setzte.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Soll heute aber noch regnen“, gab Otremba zurück.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Wir hatten in der letzten Zeit genug Regen, und wenn, dann bitte erst, wenn ich zuhause angekommen bin“, erwiderte Feddersen freundlich nickend, und steuerte die Richtung zu seinem gewohnten Platz an.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Da haben Sie Recht“, kam noch von Herrn Otremba, aber Feddersen nahm es nicht mehr wahr, denn er blieb wie angewurzelt mitten im Gang stehen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Verdutzt schaute er sich um.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Das war doch der erste Platz in der zweiten Reihe auf der linken Seite des Busses. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Immer war der Platz frei, aber diesmal saß dort jemand.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Wo sollte er sich jetzt hinsetzen? </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Er konnte sich nicht woanders hinsetzen, hier saß er doch jeden Abend. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Das ist mein Platz, diese Person muss sich woanders hinsetzen, dachte er voller Panik.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Mutig tippte er ihr auf die Schulter.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Entschuldigen Sie bitte, hier sitze ich immer und lese nach Feierabend meine Zeitung. Würden sie bitte rutschen und sich auf den anderen Platz setzen?“ bat er höflich.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Wie komme ich denn dazu“, giftete ihm eine dicke und nach Schweiß riechende Frau entgegen. „Sie können ja durchrutschen, ich werde es nicht tun und hier sitzen bleiben.“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Ich bitte Sie höflichst einen Sitz weiterzurücken“, erwiderte Feddersen mit einer für ihn ungewohnten Schärfe in seiner Stimme. „Sonst bleibe ich hier stehen!“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Tun Sie, was sie nicht lassen können, aber im Stehen lässt sich die Zeitung schlecht lesen“, konterte die Frau schnippisch und beachtete ihn nicht weiter.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Feddersen wusste im ersten Augenblick nicht was er machen sollte. Die Strecke bis zu seiner Haltestelle, wo er aussteigen musste, wurde immer kürzer. Zuhause hatte er keine Zeit seine Zeitung zu lesen, da musste er sich sein Abendbrot machen, den Abwasch erledigen, aufräumen und wie jeden Abend fernsehen, um dann pünktlich um 23:00 Uhr ins Bett zu gehen.</span></p>
<p></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Würden sie mich dann bitte durchlassen?“ bat er höflich mit zittriger Stimme.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Ist ja schon gut, ich rutsche durch.“</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Erleichtert setzte sich Feddersen hin.<span> </span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Jetzt hat alles wieder seinen gewohnten Gang“, murmelte er leise vor sich hin und vertiefte sich ins Lesen. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Plötzlich bekam er mit, dass der Bus an seiner Haltestelle vorbeifuhr. Entsetzt rief er: “Stop!“<span>  </span>Mit quietschenden Reifen hielt Otrembra den Bus an und Feddersen rannte verzweifelt und voller Hektik aus dem Bus, denn zum ersten Mal seit 15 Jahren war ihm so etwas wie heute passiert.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></p>
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		<title>Eikes Skiunfall</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Mar 2008 09:39:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist wieder mal viel passiert. Am 08.02.2008 ist Eike mit ein paar Leuten aus seiner Schule für eine Woche zum Skifahren nach Österreich gefahren. Beim Abschied hatten wir noch Witze gemacht, wie breche dir nicht die Beine. Wir konnten ja nicht ahnen, dass es tatsächlich passieren würde.
Am Sonntagabend bekamen wir einen Anruf, zuerst war [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist wieder mal viel passiert. Am 08.02.2008 ist Eike mit ein paar Leuten aus seiner Schule für eine Woche zum Skifahren nach Österreich gefahren. Beim Abschied hatten wir noch Witze gemacht, wie breche dir nicht die Beine. Wir konnten ja nicht ahnen, dass es tatsächlich passieren würde.</p>
<p>Am Sonntagabend bekamen wir einen Anruf, zuerst war Jörg am Telefon und ich hörte immer nur, ich kann sie gut verstehen…,ja ich verstehe sie gut. Mein Gedanke war sofort, irgendetwas ist mit Eike!</p>
<p>War er frech gewesen oder hat er Unsinn gemacht, und ich muss ihn jetzt abholen?</p>
<p>Nein so war es aber nicht, denn Jörg gab mir plötzlich den Hörer und am Apparat war sein Lehrer, der mir mitteilte, dass Erke sich beim Skifahren die Kniescheiben gebrochen hatte. Aber genaueres könnte mir Frau A. sagen, denn sie ist mit ihm zum Krankenhaus gefahren.</p>
<p>Kurz und gut, dann habe ich Frau A. angerufen, und die teilte mir dann mit, dass Eike wohl noch in Österreich operiert werden müsste. Ich müsste nur noch mein Einverständnis per Telefon geben.</p>
<p>Nun erreiche mal auf einen Sonntagabend einen diensthabenden Arzt im Krankenhaus in Österreich. Vorallem, weil dort Hochsaison zum Skifahren ist, und viele meinen, dass sie sich ebenfalls verletzen müssten.</p>
<p>Am Montagmorgen habe ich dann endlich einen Arzt erreicht, und der erzählte mir dann, dass es besser wäre, wenn Eike gleich noch hier operiert werden würde und dann wohl, wenn alles gut geht, am Freitag wieder per Krankenwagen nach Hause transportiert werden würde. So ist es dann auch passsiert. Am Dienstag war die Operation und am freitag war er dann wieder zu Hause bei uns im Krankenhaus. Dort mußte er noch eine Woche bleiben und konnte dann entlassen werden.  Seit ca zwei Wochen geht er wieder zur Schule, muss aber einmal die Woche zur BG Sprechstunde und  zweimal pro Woche zur Krankengymnastik. In etwa zwei Wochen sollen die Schrauben hinter seinem Knie wieder entfernt werden. Aber wie ich es sehe, wird es noch ziemlich lange dauern, bis er sein Bein bzw. sein Knie wieder richtig bewegen kann.</p>
<p>Hauptsache ist aber, dass alles gut gegangen ist und er nicht zu viel von der Schule verpasst hat.</p>
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		<title>Heilig oder Scheinheilig</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Oct 2007 16:12:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[Ungeduldig schaute ich auf die Bahnhofsuhr, der Regen prasselte auf das Dach, und ein eisiger Wind pfiff mir ins Gesicht. Schon 8:30 Uhr, seit einer Stunde warte ich jetzt hier, dass der Regionalzug Richtung Bremen endlich einfährt. Was ist denn bloß los? Dann werde ich wohl mal am Schalter in der Bahnhofhalle nachfragen müssen!
 „Guten Morgen! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Ungeduldig schaute ich auf die Bahnhofsuhr, der Regen prasselte auf das Dach, und ein eisiger Wind pfiff mir ins Gesicht. Schon 8:30 Uhr, seit einer Stunde warte ich jetzt hier, dass der Regionalzug Richtung Bremen endlich einfährt. Was ist denn bloß los? Dann werde ich wohl mal am Schalter in der Bahnhofhalle nachfragen müssen!</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span> <span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„Guten Morgen! Was ist denn bitte schön mit dem Zug nach Bremen um 8:30 Uhr? Kommt er noch?“, fragte ich genervt den Beamten am Schalter.</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„Die Lokführer streiken!“</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2"> </font></span><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„Streiken! Haben die nichts anderes zutun, als in der Hauptverkehrszeit zu streiken?“, schoss mir aus dem Mund, und bedankte mich für die knappe Antwort. </font></span><font size="2"><span style="font-family: 'Courier New'">Dann muss ich wohl oder übel auf der Arbeit anrufen und mich für heute abmelden. Wieder ein unnützer Urlaubstag geopfert. Gott sei Dank hatte ich gestern noch mein Handy aufgeladen, so brauche ich nicht zur Telefonzelle</span><span style="font-family: 'Courier New'" lang="DE-LI"> latschen </span><span style="font-family: 'Courier New'">- die doch besetzt ist - und bei diesem Mistwetter warten, dass sie frei wird.</span></font></p>
<p><font size="2"><span style="font-family: 'Courier New'"></span></font><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">0421 30053 Hallo Karla, Melitta hier. …hast schon mitbekommen, dass ich heute noch nicht zur Arbeit erschienen bin? …ich sitze hier immer noch auf dem Bahnhof fest. …nein heute wohl nicht mehr. Die Lokführer streiken. …ja morgen bin ich wieder da, zur Not mit dem Fahrrad…als Arbeitstag zählen? Danke das ist nett, ich werde es dir nicht vergessen. Tschüss bis morgen. </font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">J</font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">etzt aber schnell zum Auto und nach Hause. </font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Auf dem Bahnhofsvorplatz schlug mir wieder dieser eisige Wind entgegen, und der Regen goss in Sturzbächen vom Himmel. Schnell zog ich meinen Mantelkragen hoch und spannte meinen Schirm auf.</font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Tatsächlich, die Telefonzelle ist besetzt. Hat wohl jemand Schutz vor dem Regen gesucht! </font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Nein, ist das nicht Helga? Jetzt musste ich erst mal näher rangehen, vielleicht soll ich sie ein Stück im Auto mitnehmen? Ja, es war tatsächlich Helga, soweit ich es durch die beschlagene Scheibe erkennen konnte, meine zukünftige Schwiegertochter. </font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Gerade als ich an die Tür klopfen wollte, hörte ich es.</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span> <span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„… ja, jeden Tag über 30 Grad …strahlend blau von morgens bis abends.“</font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2"><span> </span></font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2"><span></span></font></span> <span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2"><span></span>Von welchem Wetter redet sie denn? Bestimmt nicht von diesem Unwetter hier! Ich denke sie ist seit einer Woche verreist. Mit ihren Eltern nach Lanzarote? Wen will Helga da einen Bären aufbinden? Das höre ich mir mal genauer an, und ich stellte mich mit meinem Regenschirm schräg hinter die Telefonzelle. Hoffentlich hat sie mich noch nicht entdeckt?</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span> <span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„… jede Menge Palmen, Dattelpalmen nehme ich an… Braun? … etwas angebräunt. Aber die Sache mit Ala und dem Hai, das war unglaublich… Schatzi, das habe ich dir doch geschrieben … Wie nicht angekommen? …muss aber noch kommen.“ </font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Schatzi? Bei mir fingen die Alarmglocken zubimmeln an. So nennt Helga doch immer Sven! </font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Meine Ohren wurden immer spitzer. Das darf doch nicht wahr sein! </font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„… traumhafte Bootsfahrt bei Vollmond … ja mit meinen Eltern… Ich muss Schluss machen, es steht jemand vor der Kabine … Ich dich auch… Küsschen, Küsschen. Tschüss!“</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Oh Gott, sie hat aufgelegt, schnell abhauen, aber wohin. Den Regenschirm tiefer ins Gesicht ziehen und einfach hier hinter </font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">warten und hoffen, dass sie mich nicht entdeckt. </font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">So, das wäre geschafft, Helga war schnell Richtung Bushaltestelle gelaufen, und in den nächsten Bus gestiegen. Puh, sie hatte mich nicht entdeckt. Jetzt aber auch schnellstens nach Hause, erstmal einen klaren Kopf bekommen. </font></span><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">Den ganzen Rückweg musste ich über diese Wortfetzen nachdenken. Hatte sie tatsächlich mit Sven gesprochen, oder eventuell nur jemand anderen veräppelt? Aber sie wollte doch mit ihren Eltern in den Urlaub fliegen? Oder sind sie wieder zurück? </font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„Mutter? Bist du es? Was machst du denn schon hier?“ kam ihr Sven entgegen.</font></span> <span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„Bahn streikt, erzähle ich dir später“, entgegnete ich, meine Gedanken waren immer noch bei dem Telefongespräch.</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„Helga hatte angerufen, das Wetter ist toll, sie vermisst mich, und…</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">&#8220;Ja ich weiß, jeden Tag über 30 Grad und jede Menge Palmen&#8221;, erwiderte ich. </font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">&#8220;Wann ruft sie denn wieder an?“ </font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„Übermorgen.“</font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2">„Dann bestelle ihr schöne Grüße, und hier ist das Wetter saumäßig, wie vorgestern auf dem Bahnhofsvorplatz auch“, und ließ Sven mit verdutztem Gesicht stehen, denn ich hatte das Gefühl, jemand würde mir den Boden unter den Füßen wegziehen.<span>  </span></font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2"><span> </span></font></span></p>
<p><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2"><span></span>Diese Schlange, diese Scheinheilige. Aber Helga würde ja irgendwann aus ihrem angeblichen Urlaub zurückkommen!</font></span><span style="font-family: 'Courier New'"><font size="2"> </font></span></p>
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		<title>Sätze erweitern</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Oct 2007 15:59:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Übungen]]></category>

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		<description><![CDATA[1)   Der Wagen raste gegen einen Baum.
Als der Porschefahrer die Linkskurve passierte, sah er auf seiner Fahrbahnseite ein Motorrad auf sich zu rasen. Beim Versuch auszuweichen, knallte er mit Wucht gegen eine Kastanie.
Die Frau zog ihre Jacke an.    
Nachdem der Kinofilm zu Ende war, verließen die Zuschauer den Saal. Eine junge Frau verließ als Letztes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span>1)<span style="font: 7pt 'Times New Roman'">   </span></span></span><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Der Wagen raste gegen einen Baum.</span></u></p>
<p><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Als der Porschefahrer die Linkskurve passierte, sah er auf seiner Fahrbahnseite ein Motorrad auf sich zu rasen. Beim Versuch auszuweichen, knallte er mit Wucht gegen eine Kastanie.</span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Die Frau zog ihre Jacke an.</span></u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span>    </span></span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span></span>Nachdem der Kinofilm zu Ende war, verließen die Zuschauer den Saal. Eine junge Frau verließ als Letztes den Saal, dabei zog sie, noch in Gedanken beim Film, ihre Strickjacke über und trat den Weg zur Haltstelle an. </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Die Katze putzte ihre Pfoten.</span></u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span>    </span></span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span></span>Der kleine Stubentiger rannte blitzschnell durch den Regen ins Haus. Drinnen angekommen, putze er sich gründlich das Fell und legte sich schnurrend an den warmen Ofen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span>4)<span style="font: 7pt 'Times New Roman'">         </span></span></span><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Der Mann zündete eine Zigarette an.</span></u></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">An einem milden Herbstabend saß der alte Mann in seinem Schaukelstuhl auf der Veranda und beobachtete den Sonnenuntergang. Dabei rauchte er seine Pfeife, trank sein Bier und genoss die Ruhe um ihn herum.</span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Der Wagen raste gegen einen Baum.</span></u></p>
<p></span><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">In der Abenddämmerung raste ein Porsche die regennasse Landstraße entlang. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Beim Durchfahren einer Linkskurve sah er auf seiner Fahrbahnseite ein Motorrad auf sich zu kommen. Geblendet vom Licht des Motorrades versuchte der Autofahrer auszuweichen. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Bei diesem Ausweichmanöver geriet der Wagen ins Schleudern; der Fahrer verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und fuhr mit voller Geschwindigkeit gegen eine am Straßenrand stehende Kastanie. </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Der Mann zündete eine Zigarette an.</span></u></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></u><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Die Sonne war schon zur Hälfte am Horizont verschwunden; in der Ferne plätscherte ein Bach.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Der alte Mann saß an einem milden Herbstabend – wie jeden Abend - auf der Veranda seines Hauses. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Er hatte es sich in seinem Schaukelstuhl bequem gemacht und schaute Richtung Westen um den restlichen Sonnenuntergang zu beobachten. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Genüsslich rauchte er seine mit Vanilletabak gestopfte Pfeife, trank sein Bier und genoss die Ruhe um ihn herum.</span></span></p>
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		<title>Das Fußballturnier</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 17:03:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute sollte Celine`s erstes Fußballturnier stattfinden.
Aber leider ist es im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.
Kaum hatten wir den Fußballplatz erreicht, da fing es an zuregnen, nein es schüttete nur so in Strömen vom Himmel herab. Trotzdem sollten die kleinen Spieler sich erstmal umziehen, in der Hoffnung, dass der Regen bald wieder aufhören würde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute sollte Celine`s erstes Fußballturnier stattfinden.</p>
<p>Aber leider ist es im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen.</p>
<p>Kaum hatten wir den Fußballplatz erreicht, da fing es an zuregnen, nein es schüttete nur so in Strömen vom Himmel herab. Trotzdem sollten die kleinen Spieler sich erstmal umziehen, in der Hoffnung, dass der Regen bald wieder aufhören würde. Es war  süß anzusehen, wie sie dort in ihren Trikots standen und voller Aufregung nach draußen schauten, denn sie waren alle heiß darauf zu spielen.</p>
<p>Bei manch kleinen Knirps war nur  noch der Kopf und die Hände zu sehen, der Rest war völlig vom Trikot bedeckt. Die Sporthosen ragten  bis zu den Stutzen, vom Knie war nichts mehr zu entdecken.</p>
<p>Nach einer sehr langen Viertelstunde wurde das Turnier dann abgesagt, es hörte nicht auf zu regnen, und bei solch einem Wetter die vier-  bis Fünfjährigen spielen lassen, das wäre  riskant geworden. Die Enttäuschung war natürlich im ersten Moment bei den Kleinen sehr groß, aber nach einer Limo und einer Bonbontüte war alles wieder ok.</p>
<p>Schade eigentlich, ich hätte es zu gerne mit angesehen, wie die kleinen Torjäger auf Torejagd gehen würden. Nun hoffe ich doch sehr, dass das Wetter beim nächsten Turnier  es etwas besser mit uns meint.</p>
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		<title>Regen, Regen und nochmals Regen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 18:34:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gedankensplitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war ein Sch&#8230;.tag.
Morgens wurde ich vom Regen geweckt, denn er prasselte mit so einem lauten Getöse auf das über meinem Bett befindliche Dachfenster,dass ich zwangsläufig, durch den Krach, wach werden mußte.
Regen, der Morgen fängt ja gut an, war mein erster Gedanke, und dann noch vorm Wecken, denn ich hatte noch genau eine halbe Stunde Zeit, bis mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war ein Sch&#8230;.tag.</p>
<p>Morgens wurde ich vom Regen geweckt, denn er prasselte mit so einem lauten Getöse auf das über meinem Bett befindliche Dachfenster,dass ich zwangsläufig, durch den Krach, wach werden mußte.</p>
<p>Regen, der Morgen fängt ja gut an, war mein erster Gedanke, und dann noch vorm Wecken, denn ich hatte noch genau eine halbe Stunde Zeit, bis mein Wecker mich wecken sollte.</p>
<p>Sche&#8230;, dachte ich.  Hätte der Regen nicht noch etwas warten können?</p>
<p>Aber nein. Es regnete solange, bis meine Kinder aus dem Haus waren, und erst dann machte  der Himmel seine Pforten zu, aber nur kurz, wie sich später herausstellen sollte.</p>
<p>Klasse,  kam mir der Gedanke, jetzt erreiche ich trocken das Auto. Weit gefehlt! Kaum hatte ich einen Fuß vor die Tür gesetzt, da kam ein Regenschauer herunter, der hatte es in sich. Trotz meines Spurtes  war ich  halb durchnässt, als ich meinen Wagen erreichte.</p>
<p>Es ist doch erst Anfang September, aber das Wetter ist zur Zeit wie im November. Ich finde es nicht sehr toll, wenn ich fast zehn Minuten im Auto sitzen bleiben muß, um einen Regenguss abzuwarten. Der ganze Vormittag lief mir davon, denn solche unfreiwilligen Pausen hatte ich heute öfters.</p>
<p>Regen, nichts als Regen!!</p>
<p>Den ganzen Tag wurde es nicht richtig hell und es regnete fast ununterbrochen. Wenn es so weiter schüttet, dann können wir morgen mit einem Boot zur Arbeit oder zur Schule paddeln. Unser Garten kann auch langsam Land unter melden.</p>
<p>Ich kann verstehen, dass bei solch einem Wetter manche Leute Depressionen bekommen. Es ist doch nicht normal. dass nachmittags um 17.00 Uhr  das Licht in der Wohnung angemacht werden muss. Ich selber habe ja bei diesem tollen Wetter zu nichts Lust.</p>
<p>Was kann man bei  so einem Wetter auch unternehmen, es sei denn man möchte unbedingt  nass werden.</p>
<p>Auch unser Hund ging nur kurz für sein Geschäft nach draussen. Kaum hatte er es erledigt, rannte er auch schon wieder Richtung Heimat. Aber mit solch einem Tempo, dass ich Schwierigkeiten hatte hinterher zu kommen und dabei nicht in die Pfützen zu treten.</p>
<p>Da bleibt mir eigentlich nur eins übrig, denn es regnet jetzt immer noch und ein leichter Sturm hat sich  entwickelt, rauf auf die Couch, ein gutes Buch lesen und ein Glas Wein dazu trinken. Vielleicht sollte ich doch lieber schon einen Glühwein trinken, denn auch die Wohnung ist ziemlich ausgekühlt. Aber leider habe ich noch keinen Glühwein gekauft. Gibt es eigentlich schon welchen?</p>
<p>Eigentlich sollte man die Heizung anstellen, aber es ist doch erst September. Wo soll das denn noch hinführen, wenn jetzt schon die Heizung angestellt wird? Vorallem bei unseren Gaspreisen? Gott sei Dank haben wir einen Kaminofen und vom letzten Jahr noch Holz übrig. Wenn das Wetter so bleibt, dann werde ich den Kaminofen anstellen, denn frieren möchte ich nun wirklich nicht.</p>
<p>Aber jetzt erstmal  werde ich es mir gemütlich mit einer Wolldecke machen, denn ich bin drinnen und der Regen ist draussen. Und da soll er nach Möglichkeit auch bleiben!!</p>
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		<title>Verlassen</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Sep 2007 11:01:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>

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		<description><![CDATA[  Fast geräuschlos glitt der letzte Nachtzug aus der Halle. Der Bahnsteig war leer, bis auf einen einzelnen Mann. Er hatte sich eine Zigarette angezündet und starrte dem Zug nach, dessen Schlusslichter rasch kleiner wurden.Die Konturen verschwammen vor seinen Augen und er fand sich in der Stille der Nacht wieder.Die Gedanken kreisten in seinem Kopf – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span> <span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Fast geräuschlos glitt der letzte Nachtzug aus der Halle. Der Bahnsteig war leer, bis auf einen einzelnen Mann. Er hatte sich eine Zigarette angezündet und starrte dem Zug nach, dessen Schlusslichter rasch kleiner wurden.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Die Konturen verschwammen vor seinen Augen und er fand sich in der Stille der Nacht wieder.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Die Gedanken kreisten in seinem Kopf – Gedanken, die ihn in den letzten 5 Monaten nicht zur Ruhe kommen ließen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Er drückte die Zigarette aus und schloss die Augen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Da ging sie mit ihm. Sie gingen ohne sich nochmals umzudrehen und stiegen in den Nachtzug. Nur ein flüchtiges Tschüß, ein letztes Winken und einen Brief hinterließ sie ihm.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Die feuchte Kälte der Nacht kroch langsam seine Beine hinauf – aber er fühlte nur einen dumpfen Schmerz und eine Leere.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Übermüdet ließ er sich auf eine Bank nieder. „Sie ist weg, weg mit ihm“, hämmerte es sich in seinem Kopf ein, „ich habe ihn verloren.“</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Traurig schloss er wieder die Augen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Klara und er hatten doch eine gute Ehe geführt! </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Zumindest hatte er es 6 Jahre lang gedacht!</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Bis zu dem Tag, als er von der Arbeit nach Hause kam. Schon beim Betreten der Wohnung kam ihm die Stille unheimlich vor. Sein Sohn kam ihm nicht entgegen gestürmt, auch Klara war nirgends zu sehen. Das Einzige was er vorfand, war ein kleiner Zettel, auf dem stand: ‚<strong>Ich bin mit Sebastian weg. Du wirst von mir hören.’</strong></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Keine Adresse, wo er sie erreichen könnte, keine Telefonnummer.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Das nächste Lebenszeichen, zwei Wochen später, war ein</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Anruf von ihr.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Sie hatte die Scheidung eingereicht und das alleinige Sorgerecht für Sebastian beantragt. Er würde in Kürze die Scheidungspapiere zugeschickt bekommen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Warum? Er konnte es nicht begreifen. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Sie hatte einen anderen Mann kennen gelernt, einen Army-Soldaten aus Garlstedt. Sein Name: Teddy Craig. Sobald die Scheidung durch war, wollte sie ihn heiraten.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Nein!“ Aufgeschreckt von seinem eigenen Schrei, riss er die Augen auf. Die Realität hatte ihn eingeholt. Ein eisiger Wind pfiff über den Bahnsteig, er fing zu frieren an. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Warum habe ich ohne zu kämpfen aufgegeben?“, schoss es Andreas durch den Kopf. „Ich hätte kämpfen müssen, zumindest um das Sorgerecht.“</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Sebastian war doch noch so klein. Letzten Monat war er fünf Jahre geworden, und er durfte nicht dabei sein, der Neue wollte es nicht. Nächstes Jahr würde Sebastian in die Schule kommen, und…,und er würde auch diesmal nicht dabei sein können. Er würde seinen Sohn nie wieder sehen. Er hatte sich von Klara über den Tisch ziehen lassen. Ohne Probleme hatte sie das Sorgerecht für Sebastian bekommen, und er…, er hatte nichts dagegen getan. Auch als sie ihm gleich nach dem Gerichtsurteil mitteilte, dass sie mit ihrem Neuen und Sebastian in die USA auswandern würde, war er untätig geblieben. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Jetzt war es zu spät. Sie waren heute Nacht mit dem letzten Zug nach Frankfurt gefahren, um von dort in die USA zu fliegen. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Kein richtiger Abschied von seinem Sohn. Keine Umarmung! Er war wie gelähmt gewesen. </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Nur ein Tschüß, ein letztes Winken und der Zug hatte sich in Bewegung gesetzt und ihm Sebastian genommen.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></span></span></p>
<p></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Von einem durchfahrenden Güterzug wurde Andreas aus seiner Lethargie gerissen. Er starrte auf den Brief. Den Brief, den Klara ihm zum Abschied gegeben hatte, und den er noch immer in der Hand hielt.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Mit zittrigen Finger riss er den Umschlag auf und las den Inhalt.</span><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span> </span></span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span> </span></span></strong></span></span></span></p>
<p><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span></span></span></strong></span></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span></span>Lieber Andreas,</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">ich weiß, ich habe Dich sehr verletzt. Bitte verzeihe mir.</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Hier unsere Adresse falls Du schreiben möchtest.</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB">Teddy Craig <span> </span>267 </span></strong><br />
<strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB">Curtis Tignor Rd</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB"><span>  </span></span></strong><city></city><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB">Newport News</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB"> </span></strong><state></state><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB">Virginia</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB"> </span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB">23608</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB"> </span></strong><country-region></country-region><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB">USA </span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'" lang="EN-GB">Telefon: 0018041098675 </span></strong> </span></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Du kannst Sebastian  jederzeit anrufen, schreiben und uns besuchen. Sebastian wird sich freuen. Erwarte Dich nächsten Sommer zur Einschulung. Ich freue mich. Ticket liegt bei. Liebe Grüße Klara.</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">P.S. Teddy ist damit einverstanden.</span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></strong></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> </span></strong></span></p>
<p></span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></strong><strong><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">Lächelnd machte Andreas einen Luftsprung.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'">„Ich habe meinen Sohn doch nicht verloren“, rief er übermütig, “ich sehe ihn im Sommer wieder“, und er rannte voller Glück Richtung Ausgang.</span><span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"> <span style="font-size: 11pt; line-height: 150%; font-family: 'Courier New'"></span></span></span></strong></span></p>
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		<title>Liebeskummer</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2007 14:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Meike</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute habe ich endlich mal von Niels erfahren, ob nun alles aus und vorbei ist, oder nicht!
Es ist aus! Was für ein hartes Wort.
Nach fast drei Jahren, drei Jahren, wo ich dachte sie wären glücklich!
Nun gut, in jeder Beziehung gibt es mal Streß und Meinugsverschiedenheiten, aber nach einem Streit, ist doch die Versöhnung noch am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute habe ich endlich mal von Niels erfahren, ob nun alles aus und vorbei ist, oder nicht!</p>
<p>Es ist aus! Was für ein hartes Wort.</p>
<p>Nach fast drei Jahren, drei Jahren, wo ich dachte sie wären glücklich!</p>
<p>Nun gut, in jeder Beziehung gibt es mal Streß und Meinugsverschiedenheiten, aber nach einem Streit, ist doch die Versöhnung noch am Schönsten. Oder?</p>
<p>Aber was kann oder soll man machen, wenn die Mutter sich in die Beziehung einmischt? Nichts kann man machen.</p>
<p>Uns so erging es meinem Sohn.</p>
<p>Letzten Montag, 20.08.2007 kurz nach 20.00 Uhr, rief er an. &#8220;Muttern&#8221;, so spricht er immer mit mir, &#8220;kannst du mich abholen?&#8221; Auf meine Fragen, warum und wieso, kam nur ein erzähle ich dir später. Nun gut. Ich kann warten. Aber das Warten dauerte mir einfach zu lange. Und so fragte ich ihn dann. &#8220;Was ist los? Muß ich dein altes Zimmer wieder richtig herrichten?&#8221;</p>
<p>&#8220;Ja&#8221;, mehr kam nicht.</p>
<p>&#8220;Was ist los?&#8221;</p>
<p> &#8221;Nichts ist los!&#8221;</p>
<p> &#8221;Irgendwas muß doch passiert sein?&#8221;</p>
<p> &#8221;Ja, ihre Mutter hatte sich eingemischt. Sie meinte ich wäre kein guter Umgang für ihre Tochter. Ich wäre faul und würde zu Hause bei ihnen nichts machen. Außerdem würdest du mir die Hand immer vor den Hintern halten.&#8221;</p>
<p>Ich, die Hand vor den Hintern halten. Es würde stimmen, wenn sie Jan meinen würde, aber nicht bei Niels. Seit Beginn seiner Lehre wohnte er bei ihnen. Aus Bequemlichkeit, denn von dort ist es nicht so weit zu seiner Lehrstelle. Jedes zweite Wochenende kamen sie uns besuchen. Ich habe bei Jana vieles durchgehen lassen, und mich nie eingemischt. Ihre Launen, wenn ihr mal wieder etwas nicht paßte, oder wenn ihr das Essen nicht so richtig schmeckte. Ich habe dann eben nicht nach ihrem Geschmack gekocht. Geschmäcker sind nun mal verschieden. Oder?</p>
<p>Aber Niels so lange hinhalten, jeden Tag zwei bis drei Mal anrufen, und dann auf einmal Schluß machen ohne einen richtigen Grund anzugeben, finde ich schon etwas gemein.</p>
<p>Vorallem, sie waren noch vom 24.07.- 07.08.2007 zusammen im Urlaub.</p>
<p>Aber Niels ist auch jetzt noch so, er überlaßt ihr doch noch ziemlich viele Dinge, die ihm eigentlich gehören. Auch verteidigt er sie immer wieder, wenn man dann mal was sagt. Ich kann es nicht verstehen, aber deswegen rufe ich doch jetzt nicht Jana an, und sage ihr die Meinung. Ich mische mich da nicht ein.</p>
<p>Ich versuche nur mit Niels ruhig zureden, und ihn auf andere Gedanken zu bringen, damit sein Liebeskummer schnell vorbei geht.</p>
<p>Mehr kann ich nicht für ihn tun. Er muß jetzt unter die Leute gehen, und nicht nach jedem Anruf von ihr, sich wieder runterziehen lassen.</p>
<p>Aber ich weiß, Liebeskummer ist schlimm. Auch für mich als Mutter, wenn ich sehe, wie er leidet.</p>
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