April 2007
Monatsarchiv
Persönliches22 Apr 2007 05:44 pm
Meine Tochter Celine, der kleine Trotzkopf
Heute hatten wir mal wieder eine kleine Konfrontation mit Celine und dazu braucht man starke Nerven.
Celine ist vier Jahre alt, und da meint man nun sie versteht es, wenn wir ihr etwas erkläre. Aber nein, weit gefehlt.
Immer dann, wenn die Geschäfte - sprich unsere Geschenkboutique- geschlossen haben, gerade just in diesem Zeitraum möchte sie dort etwas einkaufen. Ihr ist es egal was es ist, Hauptsache sie kann dort hin.
Erklärungen wie die Läden haben jetzt Feierabend oder es ist Wochenende, nein diese werden nicht akzeptiert. Sie verzieht ihr Gesicht, dabei formt sie ihren Mund zu einer großen breiten Schippe und fängt fürchterlich an zu weinen, unter größten Anstrengungen werden dann die Tränen rausgedrückt.
Wollen wir sie trösten, dann entwickelt sie sich zu einem bockigen und trotzigen Kind, nichts ist ihr gut genug, egal was wir ihr auch anbieten. Sie meckert rum wie ein kleines Schaf, das ihre Mutter verloren hat. Immer wieder ruft sie neien, neien die nicht zu, nicht zu. Dabei hebt schwingt sie mit den Armen, wie ein Boxer kurz vorm Fall. Ein richtiger Trotzkopf und dabei tut sie sich selbst noch leid.
Oft frage ich mich, warum versteht sie es nicht? Es ist nun mal Ladenschluß. Ich kann ja irgendwie verstehen, dass sie mit den Öffnungszeiten nicht bescheid weiß, aber wenn wir sagen es ist zu, dann ist es auch zu. Da nützen auch die dicksten Tränen nichts, aber diese Tränen können einem das Herz zerreißen. Und dann mache ich oft einen Fehler, den ich wohl irgendwann bitter bereuen werde, ich gebe nach.
Ich habe schon drei erwachsende Kinder, alles Jungs, bei denen war ich nicht so nachgiebig, aber die konnten auch nicht von Null auf Hundert so schreien wie Celine.
Ich weiß ein großer Fehler.
Hat Celine sich endlich beruhigt,kann sie sehr lieb und anhänglich sein. Dann schaut sie uns mit ihren großen blauen Augen an und meint ganz klug: “Celine wieder lieb, ich möchte essen”, und schaut Richtung, wo unsere Mittagessen noch steht.
Das Problem ist nur, wir haben noch nicht gegessen, sie aber schon. Wenn ein Aussenständiger dann hören würde was sie erwidert wenn mein Mann zu ihr sagt: ” Du hast doch schon gegessen.”Das Gesicht, welches sie dabei verzieht, so traurig kann keiner gucken, und wenn sie dann auch noch ganz leise sagt:” Ich habe aber Hunger”, der würde denken sie müßte immer nur hungern und würde nie richtig was zu Essen bekommen.
Danach sieht sie aber nicht aus, ihre Figur ist etwas stämmig aber nicht dick. Eben ein ganz normal entwickeltes Kind, aber mit einem gewaltigen Trotzkopf und doch auf ihre Art lieb.
Hier ein Bild von ihr

Allgemein11 Apr 2007 09:11 pm
Gedankensplitter
Habe heute mal wieder was Gutes gehört. Da möchte mein Sohn aus erster Ehe den Namen von meinem zweiten Mann annehmen und ? Mein Ex muss sein Einverständnis geben. Ist ja nicht weiter schlimm, aber ich weiß leider nicht genau wie ich es anstellen soll, von ihm die Erklärung zu bekommen.
Auf Briefe antwortet er nicht. Dieses hatte ich ja schon probiert, als es um das Sorgerecht für meinen Sohn ging. Alles muß immer über die Anwälte und Gericht laufen. Dazu habe ich aber langsam keine Lust mehr. Seit ca 31/2 Jahren geht es nur noch über diese Personen. Um seinen Sohn kümmern ist ein Fremdwort für ihn, aber freiwillig das Sorgerecht abgeben, nein so etwas ist nicht möglich. Dazu muß erst das Jugendamt und das Gericht eingeschaltet werden. Dabei muss ich als Mutter, da er bei mir lebt, vieles schnell und spontan entscheiden, ohne erst über diese Einrichtungen zu gehen.
Das andere ist, nun hat mein Ex demnächst auch keine Krankenversicherung mehr.
Bei ihm ist mein Sohn aber nunmal versichert, da er der leibliche Vater ist. Hätte ich nicht bei der Versicherung angerufen, da ich zwecks Kontaktlinsen Informationen brauchte, hätte ich nie davon erfahren. Mittlerweile weiß ich langsam nicht mehr was man noch machen kann. Seit dieser Zeit haben sich bei mir zwei dicke Aktenordner angesammelt.
Sollte dieser Spuck endlich mal vorbei sein, kann ich aus diesen Ordnern einen Roman oder einen Krimi entstehen lassen. Unter den Titel vielleicht: Wie lasse ich mich nicht scheiden oder statt Scheidung bringe ichn ihn um.
Denn in dieser für mich unendlich erscheinenden Zeit habe ich fast 10 Kilo abgenommen, bin Gesundheitlich sehr stark angeschlagen und habe keine Kraft mehr weiter um irgendwas zu kämpfen. 
Geschichten03 Apr 2007 01:45 pm
Ein letzter Blick
Ich stand am offenen Fenster meiner Augsburger Wohnung und schaute ein letztes Mal hinaus, bevor die Haustür für immer hinter mir ins Schloss fallen würde. Von hier aus hatte ich einen fantastischen Blick auf den Rathausplatz. Am strahlendblauen Himmel zogen kleine weiße Schäfchenwolken entlang, und ein leichter Wind trug den Duft von Brezeln, Bratwurst und kandierten Mandeln herüber. Nur zu gerne saß ich dort in den Straßencafes mit ihren kleinen Bistrozischen, die mit blauen Decken überzogen waren, den Stühlen mit ihren leuchtend gelben Sitzkissen und den gelb-blauen Sonnenschirmen, die vor der grellen Sonne schützen sollten. Von dort konnte man wunderbar die Hektik aber auch die Ruhe der Menschen beobachten. Junge Leute, die in Eile vorbei hetzten, ohne auf ihre Umgebung zu achten, und die ältere Generation, die langsam über den Platz schlenderte. Manche von ihnen machten Halt, um mit jemanden zu plaudern oder um Pause auf den dunkelbraunen Holzbänken mit ihren schwarzen, gusseisernen Füßen und Lehnen zu machen. Aus der Ferne nahm ich den hellen Glockenklang von der Uhr des Perlachturmes wahr, der mit seine 78 m Höhe und der schneeweißen Fassade auffallend hervorsticht. Rechts daneben steht das im Renaissancestil erbaute Rathaus mit seinen auf beiden Seiten sichtbaren Zwiebeltürmen und seiner weißen Vorderseite. Eindrucksvoll anzuschauen war auch die Marktecke mit ihren großen, bunten Schirmen und der gewaltigen Geräuschkulisse. Gerne ging ich hier meine Besorgungrn machen und beobachtete dabei die Händler, die laut schreiend ihre Waren anboten, oder mit einzelnen Kunden um die Preise feilschten. Trotz der mächtigen Unruhe konnte man das laute Zwitschern und Pfeifen der Vögel hören, die auf den Bäumen saßen.
Allgemein03 Apr 2007 01:05 pm
Wie werde ich meinen Arbeitsplatz schnell los?
Wenn ich so in meinem Bekanntenkreis rumschaue, dann erlebe ich die tollsten Sachen.
Manche sind froh, dass sie nach längerer Arbeitslosigkeit wieder eine Stelle gefunden haben, ja sogar noch in ihrem Alter. denn ab 45 Jahren wirst du sehr schnell auf das Abstellgleis befördert. Nur von Hartz 4 leben möchte man auf die Dauer auch nicht, vor allem wenn noch eine Familie zu versorgen ist.
Ok, manche stören sich nicht daran, ja sie leben sogar noch besser als vorher. Jetzt kann man ohne zu Arbeiten Geld bekommen, morgens lange ausschlafen und nebenbei auch noch etwas dazu verdienen, Schwarz versteht sich natürlich. Also was will man mehr. Ja, solche Typen können sich sogar noch einmal im Jahr einen Urlaub leisten. Da reisen sie aber nicht innerhalb Deutschland, nein es muß der Flieger benutzt werden. Ziele wie Türkei oder Spanien sind angesagt.
Dann gibt es welche, die haben eine Stelle, eine sehr Gute noch dazu. Aber es geht nicht, dass sie nur arbeiten, nein mindestens alle 2-3 Monate muß krank gemacht werden. Da brauchen die bestimmten Personen nur mal morgens husten oder niesen, schon wird der Arzt besucht und für mindestens 1 Woche krank gemacht. Meistens geht es aber nicht ohne Verlängerung, also noch mal eine Woche blau.
Wenn man diese Leute dann mal darauf anspricht, kommt der Spruch:”Mir kann doch nichts passieren, ich bin schon so lange im Betrieb.”
Das stimmt schon, leider passiert diesen Menschen auch sehr selten, dass sie gekündigt werden. Meistens sind es diejenigen, die noch nicht so lange dabei sind, die die Kündigung bekommen,wenn in der Firma Stellen gekürzt werden.
Sollte dann doch mal einer von diesen Krankmachern gefeuert werden, haben nicht sie die Schuld, nein es sind immer die Anderen die Schuldigen.
Und schon ist das große Heulen da, was soll ich jetzt nur machen? Ich bekomme doch niemals wieder eine Arbeit. Vom Arbeitslosengeld können wir nicht leben, wir haben doch noch das Auto usw. zu bezahlen.
Darüber sollten bestimmte Personen eher nachdenken.